Der Kollege V. beklagt sich. Ich hätte zu viel über das Korn auf den Feldern geschrieben im Bericht zum 600er Brevet. War aber nun mal so viel Korn, da unterwegs. Wäre mir auch recht gewesen, wenn es noch etwas anderes zu sehen gegeben hätte.
Am Ende macht die Angie beinahe alles kaputt. Angie, so ein Möchtegern-Kampfhund, wie die jetzt modern sind, runde Beine, breiter Schädel. Angie schnappt sich beim ersten Ausritt mit dem Soma meine linke Ferse, ich schreie den Hund an, der Besitzer schreit den Hund an, der Hund gehorcht nicht, der Hund ist außer Rand und Band. Wie soll man da bitte schön Freude an einem neuen Rad haben?
Im letzten Jahr bin ich über ein Blog gestolpert, das so ähnlich aussieht wie meins, habe mich eingelesen und festgestellt, da sind ein paar radbegeisterte Typen, die von Hamburg nach Skagen und zurück fahren, und zwar ohne Stoppuhr, aber dennoch oder gerade deshalb #inonego, wie man heutzutage sagt, das ist übrigens japanisch und heißt „voll beknackt“.
Zwischen M. und mir verhält sich die Anzahl der gefahrenen Kilometer umgekehrt proportional zur Anzahl der im jeweiligen Besitz befindlichen Fahrräder. So denke ich zumindest in spitzfindigen Momenten.
Zu Weihnachten bekam ich ein Trikot vom Transcontinental Race. Normalerweise trage ich keine Kleidung von Veranstaltungen, die ich nicht bestritten habe. M. meinte aber, ich dürfe eine Ausnahme machen, wo ich doch bei jedem Wetter und oft so lange mit dem Rad unterwegs sei.
Freundin A. arbeitet in einer kleinen Druckerei. Vor einiger Zeit brachte sie eine Karte mit. Auf der Vorderseite eine zarte Zeichnung. Ein Radfahrer fährt schwungvoll einen Hang hoch. „Pedalo, ergo sum“, ist als Spruchblase zu lesen. Signiert von H. Stark in Certaldo.
Als vor zwei Jahren das erste Mal anstand, für das Frühjahr eine Gegend zu suchen, in der man Kilometer abreißen kann, war mir noch egal, ob wir nun mit Tausend anderen Radsportlern nach Malle gehen und uns der Halbpension hingeben. Hauptsache Fahren.
Mit dem Schreiben, da ist es ja wie verhext. Kaum notiert man, dass Mentaltraining Humbug sei, kommt gleich ein Tag daher, der einem das Gegenteil beweist. Gewährt einem einer Asyl an der Wegstrecke, muss man nur denken, von da sind’s doch keine 30 Kilometer mehr, das werde ich kaum brauchen, schon liegt man auf dem Asphalt.
Ich bräuchte einmal Euren Rat in der Sache mit dem Licht. Die habe ich bisher etwas schleifen lassen. Auf meiner samstäglichen Frührunde im Winter reichte mir eine Lezyne vorn und eine Azonic hinten, beide mit Gummizug am Rad zu befestigen und leicht zwischen Alltags- und Rennrädern austauschbar.

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