Jeder Rennradfahrer, so sagt man, hat einen Aberglauben. Ich glaube, dass eine Unternehmung schiefgeht, wenn man vorher drüber spricht. Entsprechend schwer fiel es mir, aus meiner geplanten Fahrt nach Karlsruhe eine Spendenaktion für die #BIKEYGEES zu machen.

Die 650 Kilometer von Berlin nach Karlsruhe wollte ich schon lange inonego fahren, spätestens aber, nachdem ich zum zweiten Mal daran gescheitert war, sie in drei Tagen zurückzulegen. Dann eben auf 700 aufblähen und am Stück, klar.

Das ganze Land krümmt sich unter den hohen Temperaturen, aber mein eigentliches Problem ist, dass mir die Hitze schon tagelang den Appetit verdirbt. Und Fahren, Fahren, Fahren funktioniert bekanntlich nur mit Essen, Essen, Essen.

Also wieder viel Kopf-Alarm, bevor es überhaupt los ging, mir war schlecht und ich fühlte mich, als würde ich krank. M. fährt auch noch kurzerhand übers Wochenende weg, und so bin ich am Abend vor dem Start allein, telefoniere mit dem Coach und bekomme kaum etwas mit. In der Nacht ist draußen Halligalli und an Schlafen kaum zu denken. Um halb vier stehe ich auf, trinke Kaffee und richte mein Gepäck. Der Spot, perfekt vorbereitete Leihgabe von Harald, baumelt auf dem Saddle pack herum.

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Kaum bin ich um 5 Uhr auf der Straße, mault mich ein Taxifahrer an. Ich habe abzusteigen, wenn ich auf dem Radweg die Ampel überqueren wolle. Ich brülle zurück und mag es nicht. Das geht ja gut los! Aber wenigstens bin ich unterwegs. Ab jetzt zählt jeder müde Tritt.

Beim Kleistpark verlasse ich die großen Straßen, da wird es endlich ruhiger. Ich kann nur nicht erkennen, ob der Spot aufzeichnet. Wilde Schlangenlinien, wenn ich im Fahren taste, ob er nach oben zeigt. Zweimal biege ich vor lauter Nervosität falsch ab.

Ab Kleinmachnow wird es ländlich. Ein goldener Morgen, die Luft ist noch frisch. Im Kopf streiten Kim Wilde und Billy Joel (furchtbar!) um die Vorherrschaft für die nächsten Stunden. Ich segle zügig dahin. Höre die strenge Stimme vom Berliner Randonneurs-Ingo, dass ich zu schnell unterwegs sei, und schlage sie in den Wind. Die Straßen sind so leer, dass ich es wage, das Handy zu zücken. Mehrere Nachrichten, dass der Spot aufzeichnet. Danke Social Media.

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Würde mich gern mit einem Foto revanchieren, aber hier ist nichts, nur Nadelwald, der nach Frankreich-Urlaub riecht, kurz vor dem Atlantik, wo man sich in die erfrischenden Wellen stürzen könnte. Besser nicht daran denken.

Die Landkreise wechseln munter von Teltow-Fläming nach Potsdam-Mittelmark und zurück. Sehe ein verpacktes Schild, will schon umkehren und die Folie runterreißen – vielleicht ein Neues? – als mir einfällt, dass hier gar keine Landkreise mehr zu holen sind. Ach Jesko, ach Kaliumchlorid, was haben wir getan?

Jage über das Land, als würde ich dafür bezahlt – nun, heute ist das vielleicht so – ein seltsames Gefühl, dass wildfremde Menschen sehen können, wo ich gerade bin. Gehetzt sehe ich mich um, als ich mich in die Büsche schlage, und muss mir klar machen, dass einen Spot dabei haben nicht bedeutet, gefilmt zu werden. Oder abgehört. Oder doch??

Bin in nullkommanix in Lutherstadt Wittenberg, erste Tanke, Brötchen, Wasser, die rote Brücke über die Elbe. Nähere mich dem Abschnitt, vor dem ich mich fürchte. Die Hallesche Steppe in der Mittagshitze, ohne jeden Baum. Der bisher gnädige gestimmte Wind kommt jetzt direkt von vorn. Fahren gegen den Ganzkörper-Fön.

In Zörbig finde ich die Aral nicht. Die Schlange an der Kasse bei Netto bremst meinen Schnitt aus, will ich jemandem schreiben, aber außer M. fällt mir niemand ein, der das lustig finden wird. Muss mich zwingen zu essen. Nur weil 700 geplant sind, sind die 170 bis hier ja kein Pappenstiel. Habe weder Lust auf Kuchen noch auf Brötchen. Ab jetzt Eis, zwei pro Stop.

Es zieht sich um Halle herum. Gemähte Felder dörren unter der flirrenden Sonne vor sich hin, ich dörre mit. Gegen 14 Uhr legt sich ein Dunstschleier über den Himmel. Die ersten 200 Kilometer in unter neun Stunden weg. Aber so wird es kaum weiter gehen.

Wie schafft man 700 Kilometer? Indem man von Tanke zu Tanke fährt. Als nächstes eine Star. Tankstellen diversity. Ich nehme Bockwurst und eine Orangina vor dem Eis. Wenigstens hat sich die Nervosität gelegt. Dafür werde ich langsam müde.

Noch vierzig Kilometer Erbarmungslosigkeit, dann ist wieder Wald auf der Karte. Ich tauche darin ein wie in einen kühlen Pool.

In Bad Bibra probiere ich den Hawaii-Trick vom Coach. Eiskaltes Getränk und auf einmal runter damit, wer es verträgt. Das sei wie ein Schlag in den Magen und garantiere sofortige Kühlung. Aber entweder ist die Fanta zu warm, oder hier ist es heißer als auf Hawaii.

Habe Freude an Ortsnamen wie Niederreißen und Pfiffelbach. Die Saftbären haften am Trikot. Komoot lenkt mich durch die Hinterhöfe des Landes. In einem Dorf fahre ich direkt durch ein Posaunenkonzert.

Aber irgendwie bin ich platt, und man schiebt besser nichts auf beim Langstreckenfahren. Ich biege in einen Feldweg ein, breite meine Windjacke aus und lege mich in den Schatten. Ein Motorcrosser donnert vorbei, dann tollt ein Hund um mich herum, dann rufen Leute von der Straße herüber, die befürchten, mir sei etwas geschehen. Zum Schlafen komme ich nicht. Aber ein paar Minuten liegen und ausruhen macht einen Unterschied.

Frohgemut rolle ich auf Weimar zu, ein McDo steht auf dem Plan. Allein, wo ist der? In der Stadt nur Restaurants, die ich nicht betreten mag nach 14 Stunden Schwitzen, oder Imbissbuden, deren Angebot ich nicht traue. In der Ausfallstraße kein Fast Food. Ich hatte den doch auf der Strecke?

Google Maps checken, Fehler in der Planung, aha.

Links ab, natürlich über einen quälenden Hügel, dann erkenne ich endlich das rettende Logo und bestelle von allem das Doppelte. Zwei Stunden lang nicht viel weiter gekommen, aber angesichts dessen, was ich noch vor mir habe, ist es wohl gut investierte Zeit.

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Fülle meine Flaschen auf und mache mich ab in die Nacht. 21 Uhr. Auf in den Thüringer Wald!

Ganz ruhig hinauf radeln, gar nichts mehr versuchen hier. Außer mich freuen. Vor zwei Jahren noch überkam mich die Panik beim Gedanken daran, ins Dunkle zu fahren. Hier bin ich nun und kann die nächtlich kühle Luft, die ruhigen Straßen kaum erwarten. Die Berge versprechen Abwechslung, wenn auch die Abfahrten im Dunkeln zu nichts zu gebrauchen sein werden.

Radle in Gedanken versunken einen lang gezogenen Anstieg hinauf. In der Ferne zucken Blitze über das Land.

Oben blitzt ein Fotoapparat rot in der Dunkelheit. Was ist denn hier los? Schon höre ich meinen Namen. Trail Magic!

Ich kann es gar nicht fassen. Matthias aus Erfurt, den ich nur von Twitter kenne, wartet an der Strecke. Mit einem Camping-Tisch voller Saft, Cola, Red Bull, Trauben, Gurke, Gel und was weiß ich noch alles. Das ist echter Bikepacker Spirit!

Die Nacht ist warm und schön, stundenlang könnte ich hier verweilen und Geschichten austauschen. Aber Matthias merkt auch, dass es mich schließlich weiterzieht.

Völlig gerührt sattle ich wieder auf. Ich habe keine Ahnung, wie ich mich bedanken soll für diese tolle Geste. So langsam dürfte mein Glück auf dieser Reise erschöpft sein?

In Stadtilm grölt mich ein Junggesellenabschied über die Straße. Auf dem Ilm-Radweg zieht der Dunst vom Fluss herauf und verschluckt das Licht meiner Lampen. Im Schritttempo hangle ich mich entlang. Her mit den Höhenmetern, nur weg vom Wasser!

Irgendwelche steile Abfahrten kopfüber in dunkle Dörfer, Plattenwege, scharfe Kurven, offene Fenster, alles schläft. Dann wieder schallen die Bässe und flirrend buntes Licht aus einem einsamen Haus.

An der Agip in Illmenau will die Tankwartin wissen, wohin ich mitten in der Nacht unterwegs sei, ich erzähle ihr von der Spendenaktion. Aus einem Pappbecher schüttet sie mir das Trinkgeld des Tages in die Hand. “Finde ich super, was Sie da machen!” Ich bin so verblüfft, dass ich die gerade erworbenen Süßigkeiten liegen lasse. Viele Kilometer lang sinne ich vor mich hin, ob ich dieses Land doch noch nicht völlig verkorkst finden soll.

Wieder geht es bergauf, seit Ewigkeiten habe ich niemanden gesehen. Komme nur sehr schleppend voran. Beschließe hier und jetzt, mich nie wieder dafür zu entschuldigen, wie langsam ich bin, und finde das ausgezeichnet. Wozu auch.

Die Straße ist immer wieder feucht, die halbe Stunde mit Matthias hat mich vermutlich davor gerettet, in den Regen zu gelangen.

Als es zu tröpfeln beginnt, bin ich oben auf dem Kamm, halte unter einem Baum. Für Regen habe ich gar nichts eingepackt. Dann eben kurz ausruhen. Da ist noch eine Banane im Saddle pack.

Stockfinster ist es und still. Bis auf das Rascheln der Blätter. Bis auf ein leises Summen von ganz nahe. Ein menschliches Summen! Gehetzt leuchte ich mit der Stirnlampe in den Wald hinein. Nur Bäume und Schatten in meinem Lichtkegel. Aber ich schwöre, da singt jemand ganz nah!

Saddle pack verschnüren und nichts wie weg, Regen hin oder her!

Der wird nun dichter, prasselt auf mich herab. Der nasse Asphalt ist tiefschwarz und verschluckt das Licht. Meine Füße werden nass. Es hat immer noch über 20 Grad, also ist es egal. Aber ich sehe nichts mehr. Immer wieder sind kleine Frösche auf der Straße. Slalom im Dunkeln. Bloß keine keine Panne hier und jetzt!

Gerade als ich eine Schutzhütte passiere und doch überlege, ob ich mich in meinem Biwaksack hier hinlegen soll (aber der nächtliche Gesang!), ist der Regen vorbei, die kühlen Stunden zum Fahren zu verlockend.

Passiere Hildburghausen, und da sind noch immer Wegweiser zu Dörfern namens Leben und Roda. Wann verlasse ich endlich den Osten?

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Nach 24 Stunden und 425 km halte ich an, mitten im Nirgendwo. Rien ne va plus. Setze mich im ersten Dämmerlicht direkt auf den Asphalt und esse mein letztes Brötchen: Lauge mit Schwarzwälder Schinken. Ich fahre 400 km, hatte ich dem Coach gesagt. Und dann eben nochmal 300. Was ein Hochmut.

Überlege zu posten, dass ich dringend Motivation bräuchte. Es ist 5 Uhr morgens. Wer soll das lesen?

Aber einfach aufhören kann ich ja auch nicht. Was wird dann aus den Spenden?

Schließlich stehe ich auf. Wir fahren das jetzt zu Ende, sage ich laut zum Jaegher. Coach dich selbst, sonst coacht dich keiner. Auf nach Schweinfurt zum Frühstück. Zeigt der Spot nach oben? Der Griff im Fahren nach hinten ist längst Routine geworden.

Und eigentlich ist es schön. Wieder so ein Morgen. Hellgrüner Mais und goldener Weizen. Ich nehme jeden Hügel so langsam, wie es eben geht. Ein Fuchs flitscht vor mir ins Feld. Die Eltern sind wach und schreiben Guten-Morgen-SMS. Ich schalte wieder auf Flugmodus und treibe dahin.

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Kurz vor Schweinfurt eine Picknick-Bank am Waldrand. Sonntag früh um 7 habe ich hier noch meine Ruhe. Wische die Bank mit einem Taschentuch trocken, bette mich auf die restliche Klamotten und überlasse den Kopf seinem Feuerwerk.

Bin nach 15 Minuten schon wieder viel aufgeräumter. Wie machen die das beim Transcontinental, diese vielen Stunden und Tage ohne Reden? Ich bin es gewohnt, allein zu fahren, aber nach über 26 Stunden finde ich es allmählich doch einsam.

Bergab ins nächste Städtchen. Pfefferminztee, ein großes Schoko-Croissant, alle Flaschen auffüllen und frisch machen. Die Hände so unendlich klebrig und schmutzig.

Rüber nach Würzburg und über den Main. Es ist gleich wieder heiß geworden. Die Autos zischen an mir vorbei, auf einem schmalen, scherbenübersäten Gehweg kämpfe ich mich aus dem Tal, steil und ohne jeden Schatten.

Abzweig Richtung Tauberbischofsheim. Ein Schild zeigt 16%. Mir fällt ein, dass ich es daheim noch für cool hielt, wenn die Strecke auch 6.000 Höhenmeter hätte. Finde mich so bescheuert wie selten. Ich schiebe, lese Nachrichten. Schaue den Spendenstand an, der steigt wieder, das gibt Auftrieb.

Ein Blick in den Spiegel bei McDo (Pommes und zwei McFlurry), es kommt mir vor, als habe ich mich tagelang nicht gesehen. Meine Haare sehen aus wie ein Wischmob.

Der Kraichgau ist mein Angstgegner. Fiese Zacken, Gegenwind und 70 Kilometer bis zur nächsten Tanke. Irgendjemand sagte, Sonntag würde es kühler. Nun, hier nicht.

Die baumlosen Senken sind wie ein Backofen. Unendlich langsam kurble ich die steilen Anstiege hoch. Mein Nacken schmerzt. Es geht schon lange nicht mehr um Tempo. Es geht nur darum, weiter zu kommen, Meter für Meter. Ich frage mich, wo mein Team ist, wo die anderen bleiben. Welche anderen? Es gibt keine anderen. Überlege immer wieder, wo ich eigentlich übernachtet habe. Ach so, auf dem Rad.

Bei Seckach sehe ich eine Tankstelle, biege ab. Sie hat zu. Weiter in den Ort, irgendwo muss doch was sein. Eine Kneipe hat offen, ich frage am Tresen nach alkoholfreiem Bier. “Sie können sich doch schön draußen hinsetzen!” – “Na ich zische das sowieso gleich weg.” “Aha, Sie zischen das weg!”

Endlich ein anderer Geschmack, eine Abwechslung zu den kindskopfgroßen Elektrolyt-Tabletten. Ich hätte noch eins nehmen sollen, aber da bin ich schon wieder auf dem Rad. Unter 100 Kilometer! Fahre auf einem bescheuerten geschotterten Radweg, bis es nach Tiefenbach abgeht. Wenigstens falle ich diesmal nicht auf Komoot rein, das mich den Hang direkt hochjagen will.

Gundelsheim am Neckar. Letzter Fluß, letzte Tanke, letztes Eis.

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Mein Nacken schmerzt seit Stunden. Gestern Nacht habe ich Matthias noch erzählt, ich hätte auf so einer Tour keine besonderen Beschwerden. Reiner Selbstschutz. Aber wenn du erst mal anfängst, alles aufzuzählen, kannst du’s auch gleich vergessen.

Ich senke den Kopf, damit es nicht so weh tut, sehe nur noch die Karte. Grün, und Linien und Striche. Was mögen sie bedeuten? Der Pfeil bewegt sich nicht. Ich frage mich, wem diese Arme gehören. Ich finde nicht, dass ich das bin. Ich bin ganz woanders.

Die Sonne sinkt, als es endlich hinter mir liegt, das Gebiet mit den Steigungen, jetzt kommen nur noch Ortschaften, viele Ortschaften, die ich nicht kenne. In Helmsheim ist gesperrt, Dorffest. Ich habe Mühe, mich auf dem Garmin zu orientieren, wie ich es umgehen kann. Schiebe das Rad an knutschenden Jugendlichen vorbei durch einen Park, Stufen hoch und runter.

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Ich verlege mich auf lautes Schimpfen, das macht wach und gibt Energie. Beschimpfe Obergrombach (das ist doch der letzte Dreck!), beschimpfe die nächste Steigung, ein krudes Radweg-Ende.

In einer kühlen Unterführung halte ich an. Honigwaffeln, letzte Gummibärchen, Kassensturz: Ich bin ganz schön durch. Noch 35 Kilometer. Unmöglich.

Aber ich habe es mir nun mal in den Kopf gesetzt. Die Leute sagen gern, ich wäre beim Radfahren so motiviert. Die Wahrheit ist, ich bin einfach zu engstirnig, um von einem einmal gefassten Plan abzurücken.

Wenigstens ist es eine verschwiegene Strecke in die Stadt hinein. Es dämmert schon.

Am Straßenrand steht einer mit Rennrad, und zum zweiten Mal auf dieser Tour höre ich im Vorbeifahren meinen Namen. Der Coach ist mir entgegen geradelt! Riesige Erleichterung. Endlich reden! Ein Brot mit Frischkäse und eine Tomate hat er auch dabei.

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Im Lichtkegel meiner Supernova rollen wir die ewig lange Friedrichstaler Allee durch den dunklen Hardtwald. 690 Kilometer! In der Stadt bin ich einfach nur froh über ein Hinterrad, dass mich über die Kreuzungen mit den verwirrend vielen Ampeln lotst.

Eigentlich ist es genug. Aber wo wir schon mal zusammen unterwegs sind, da können wir auch noch die fehlenden fünf Kilometer durch die verkehrsarme Nachbarschaft cruisen. Links herum, jetzt rechts herum, wieviel brauchen wir noch?

Zwei Kilometer, dann noch einer. Und jetzt noch 400 Meter.

Bei exakt 700 km schalte ich den Garmin aus. Irre! Kann es nicht fassen, obwohl ich unterwegs ja nun wirklich Zeit genug hatte.

Aber so toll es ist, abzusteigen, die Handschuhe auszuziehen, mich hinzusetzen – so wenig behagt es mir, das Jaegher nach diesem Abenteuer allein in der Garage zurückzulassen. Dieses Rad, das mich einmal mehr ohne Panne über die Strecke gebracht hat.

Ich glaube, wir brauchen bald neue Pläne.

Strecke auf Komoot

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Lieben Dank an alle, die gespendet oder diese Tour für die #BIKEYGEES sonstwie unterstützt haben! Es sind 1.960 Euro zusammen gekommen, das ist einfach toll! Bei denen, die anonym gespendet haben, kann ich mich leider nicht persönlich bedanken. Aber mit oder ohne Namen, Ihr wart alle eine riesige Hilfe und ich freue mich sehr, dass so etwas möglich ist.

Danke dafür!

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P.S. Wer die #BIKEYGEES weiter unterstützen will, kann das immer gern hier tun.