Frühjahr, die härteste Zeit. Alle Mühen vergessen, im Kopf ist nur, wie leicht das im letzten Jahr rollte. Und wie sich das hielt bis in den Winter! Diese lästigen Festive 500 gaukeln falsche Sicherheit vor. Noch zu Weihnachten über 250 Kilometer in einem Rutsch, fit ohne Grund. Und jetzt diese schwammige Stumpfheit der Beine.
Zu Weihnachten bekam ich ein Trikot vom Transcontinental Race. Normalerweise trage ich keine Kleidung von Veranstaltungen, die ich nicht bestritten habe. M. meinte aber, ich dürfe eine Ausnahme machen, wo ich doch bei jedem Wetter und oft so lange mit dem Rad unterwegs sei.
Freundin A. arbeitet in einer kleinen Druckerei. Vor einiger Zeit brachte sie eine Karte mit. Auf der Vorderseite eine zarte Zeichnung. Ein Radfahrer fährt schwungvoll einen Hang hoch. „Pedalo, ergo sum“, ist als Spruchblase zu lesen. Signiert von H. Stark in Certaldo.
Als vor zwei Jahren das erste Mal anstand, für das Frühjahr eine Gegend zu suchen, in der man Kilometer abreißen kann, war mir noch egal, ob wir nun mit Tausend anderen Radsportlern nach Malle gehen und uns der Halbpension hingeben. Hauptsache Fahren.
Das Schmeichelhafte am „Bloggen“ (bei dem Wort fühle ich mich wie ein Betrüger – ich fahre doch nur und schreibe irgendwas dazu!) ist, dass man gelegentlich um ein Interview gebeten wird und sich gleich etwas wichtiger vorkommen kann. Das passiert zum Beispiel (bzw. mir nur) im Rahmen des sogenannten „Liebster Award“, der ausdauernd durchs Netz geistert.
Hin und wieder werde ich gefragt, wer das eigentlich sei, dieser Coach, der in meinen Berichten gelegentlich auftaucht. Der Coach ist mein Vater, und natürlich coacht er mich nicht im eigentlichen Sinne, wozu bräuchte ich mit meinen Genussradler-Ambitionen auch einen Trainer. Weiterlesen „Der Coach“
Und ihr geht wirklich nicht Radfahren, werden wir gefragt, meist ein zweites, gern auch ein drittes Mal. Nein, wirklich nicht, antworten wir auch das zweite oder dritte Mal. Die Leute glauben es nicht recht, aber ja, wir machen Ferien in Frankreich, fahren dieses eine Mal im Jahr kreuz und quer mit einem geliehenen Wagen durch die Gegend, fernab vom Alltag, und damit auch vom Rad.
Streckenprofil: Auswendig gelernt
Jaegher: Glänzt
Wettervorhersage: Vertrackt
Weiterlesen „Über sieben Berge muss ich gehn“
Früh aufstehen ist eigentlich meine Sache nicht, aber wenn ich um 3:40 Uhr geweckt werde, um eine Radhose unter die Jeans zu ziehen, mit der Aussicht darauf, bereits vor 10 Uhr am ersten Berg zu hängen, dann tanze ich schon mal vor der Dämmerung glücklich durch die Wohnung. Weiterlesen „Bonjour les Vosges“

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