Das Schmeichelhafte am „Bloggen“ (bei dem Wort fühle ich mich wie ein Betrüger – ich fahre doch nur und schreibe irgendwas dazu!) ist, dass man gelegentlich um ein Interview gebeten wird und sich gleich etwas wichtiger vorkommen kann. Das passiert zum Beispiel (bzw. mir nur) im Rahmen des sogenannten „Liebster Award“, der ausdauernd durchs Netz geistert.
Wenn um dich herum reife Herren auf aerodynamischen Carbon-Werbeflächen munter dahin kurbeln und dabei aussehen, als könnten sie jederzeit für eine Tanzeinlage bei Justin Timberlake auf die Bühne springen, dann weißt du, du bist bei einer RTF.
Ich habe einen Freund namens Dean. Wer uns beide ein bißchen kennt, wird wohl meinen, dass wir ein ziemlich unwahrscheinliches Paar sind. Trotzdem gehen wir ab und an zusammen Rad fahren. Und das kam so.
Meine Mutter hatte ein Lieblingsbuch, das hieß „Die wunderbaren Fahrten und Abenteuer der kleinen Dott“. Darin wird das Mädchen Dott aus der Prignitz von einer Blume verzaubert und für andere Menschen unsichtbar und reist sodann mit ihren Tierfreunden durchs Land. Mein Bruder und ich fanden das früher unendlich langweilig, aber in letzter Zeit muss ich öfter an diesen Buchtitel denken.

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