Johanna hatte ich vor zwei Jahren im Herbst bei Pedale & Poeten in Hamburg kennengelernt. Ich war gespannt auf diesen privat organisierten Langstreckenabend und ganz besonders auf den Vortrag der beiden Frauen, die beim Transcontinental Race im gleichen Jahr als erstes (und bis heute einziges) Frauenteam das Ziel vor der Party erreichten: Johanna Jahnke und Marion Dziwnik.

Während des Vortrags überraschte mich, dass Johanna so offen darüber sprach, wie schwer es ihr fiel, nach dem Rennen aus diesem Team wieder auszusteigen, und wie wichtig es ist, sich auch auf diesen Aspekt vorzubereiten.

Mich selbst beschäftigt das innere Geschehen auf der Langstrecke meist mehr als Fragen des Materials oder des körperlichen Trainings. Deswegen freute ich mich sehr, als sie mich zu ihrem Podcast Die wundersame Fahrradwelt einlud, in dem sie mit den verschiedensten Persönlichkeiten über Gravel-, Fixedgear-, Ultracycling und Bikepacking spricht.

Johanna schneite dann an einem Nachmittag Ende Juli bei mir im Büro in Berlin herein, zückte ihre Notizen und warf einen neugierigen und feinfühligen Blick auf meine Fahrradwelt (und auf meine berufliche). Wir redeten über entmutigende Sprüche vor Events, über Glücksgefühle und dunkle Nächte und darüber, wie ich meinen Kunden erkläre, was ein Brevet ist.

Gern hätte ich Johanna noch zum Transcontinental Race und tausend anderen Dingen ausgefragt. An diesem viel zu kurzen Nachmittag habe ich jedenfalls eine Ahnung bekommen, woher die exzellenten ITunes-Bewertungen für die Wundersame Fahrradwelt stammen mögen: Johannas Art macht es extrem einfach, sich in ihrer Gegenwart wohlzufühlen.

Hier hört Ihr das Ergebnis unserer Unterhaltung – „1000er Brevets, Saddle Sores und Mentale Gesundheit“ – die 24. Folge der Wundersamen Fahrradwelt:

Lieben Dank für dieses anregende Gespräch, Johanna!

Johanna könnt Ihr hier folgen: Instagram und Komoot.

(c)_Johanna_Jahnke
Foto: Johanna Jahnke

P.S. Danke an Christoph fürs Katalysieren!