M. wollte die Mosel entlang von der Mündung bis zur Quelle in den Vogesen fahren und hatte für diese Reise etwas abenteuerliche Eckdaten recherchiert. Über Nacht mit dem Zug nach Koblenz, in vier Tagen die 600 km den Fluss hoch, am fünften rüber nach Freiburg, über Nacht mit dem Flixbus nach Hause.

Die Strecke an sich war nicht das Problem. Überall stand zu lesen, der Mosel-Radweg sei eine der einfachsten Radrouten Deutschlands, weil so flach. Ich dachte an Weinberge, Rentner auf E-Bikes und Kaffee mit Kondensmilch und fragte mich, wie ich im Zug sitzend ein Auge zu tun sollte. Aber wenn der Mann radfahren will, wie könnte ich da nein sagen.

In der Nacht zum Ersten Mai transportiert uns die Deutsche Bahn einmal quer durch die Republik: Im ICE nach Hamburg, im IC weiter nach Koblenz.

Der Zug hat es nicht eilig, wir zuckeln kreuz und quer durchs Land und halten überall. Ein kluger Mitreisender bittet die Zugbegleitung, die Heizung hochzudrehen. Ich habe eine Bank für mich, schrecke alle Stunde hoch, die Armlehne sticht im Rücken, einmal schaue ich einem Hund in die Augen, der interessiert an meinen Füßen schnüffelt. In Dortmund ist nachts um 2 Uhr Party auf dem Bahnsteig. Haben die hier sonst nichts?

M. will es nicht glauben, als ich ihn kurz vor Koblenz wachrüttle. 4:58 Uhr, es ist bitterkalt und dunkel. Der Ditsch im Bahnhof macht gerade auf, ja, die Kaffeemaschine sei schon betriebsbereit. In der Halle ist ohrenbetäubender Lärm. Jemand hat ein Klavier aufgestellt, ein angetrunkener Mensch klimpert schief die immergleiche Melodie, alle zwanzig Sekunden von vorne. Der Ditsch-Mann verdreht die Augen. Das mit dem Klavier, das ginge jetzt schon tagelang so.

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Fünf Polizisten erscheinen, um einen Mann zu begutachten, der, wie M. sagt, uns schon oben auf dem Bahnsteig ohne Hose entgegenkam. Wir sehen uns kopfschüttelnd an. Dit is Koblenz!

Unsere Route startet am Deutschen Eck, wo Mosel und Rhein zusammenfinden. Der Garmin lotst mich einfach hin, während Komoot für M. die Strecke neu plant. In den nächsten Tagen wird es einen lustigen Navigationsmix aus beidem geben, aber seltsamerweise (ich kann es mir ohne Garmin gar nicht mehr vorstellen) passt es ganz gut.

Langsam ist da auch etwas Licht am Himmel, und irgendwie ist es toll, so früh loszukommen, man hat noch so viel vom Tag und die Straßen sind ganz still.

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Raus aus der Stadt, es ist um die fünf Grad, und klamm, hätte man sich ja denken können, hier am Fluss. Neblig ist es auch, für die nächsten zweieinhalb Stunden, die mir wie eine Ewigkeit vorkommen, die schnurgerade Straße entlang, darüber irgendwelche Weinstöcke, von denen wir ungefähr drei Zentimeter sehen, der Rest wird von der Suppe verschluckt. Wie war das mit dem schönen Blick?

Aber der Radweg ist gut beschildert und der Asphalt glatt, was gut ist, denn nach 330 Kilometern mit dicken Reifen fühle ich mich auf dem Jaegher bei jedem Hubbel wie die Prinzessin auf der Erbse.

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M. macht ab und zu ein Foto, ich friere, wir spulen die Kilometer runter, wundern uns über absurd volle Campingplätze rechts und links am Ufer, alles schläft.

Um 8 Uhr sind wir in Cochem, nun aber bitte mal Frühstück, wir kehren im Hotel Germania ein und bestellen Gedeck 1 (Tasse Kaffee, einmal Plastiksahne), und Gedeck 2 (Kännchen Kaffee, zweimal Plastiksahne). Aber die Schrippen und das Rührei sind ordentlich.

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Ich lerne, dass sich diese neuen lauten Händetrockner wunderbar dazu eignen, mein Unterhemd zu trocken, ich muss es nicht mal ausziehen. Einfach aus dem Hosenbund zerren, hineinhalten und ich habe einen herrlich warmen Rücken. Selber Rentnerin!

Wir fahren auf die andere Seite. Auch so eine Frage, die uns begleiten wird: Welche Seite ist die gute Seite? Wir haben grob nach Komoot geplant, immer am Fluss ist ja einfach, aber natürlich sieht die andere Seite ständig wie die bessere aus, schau mal da drüben, gar kein Verkehr!

Es wird kurviger und noch weinbergiger, laut Schild sind wir an der sonnigen Untermosel, all die niedlichen kleinen Orte, Fachwerk, Hotels direkt am Fluss, von Burgen überragt, na klar will man hier lang fahren!

 

Und Kuchen. Bei Eierlikörtorte, Erdbeerkuchen und Sonnenschein beschließen wir, unser Hotel in Bernkastel-Kues (projizierte Ankunftszeit: 13 Uhr) sausen zu lassen und den schönen Tag zu nutzen.

Der Radweg ist wirklich gut, wir sind begeistert von der durchgehenden Beschilderung. Überholen ab und an kleinere Gruppen. Tatsächlich sind fast alle mit E-Bikes unterwegs, gondeln trotz Rückspiegel mitten auf dem Weg vor sich hin. Schnell fahren wir nicht, das Gepäck am Rad will erstmal bewegt sein, die Nacht steckt mir irgendwie auch in den Knochen, aber mit unter 25 km/h überholen wir all diese Menschen locker, was ist los mit den Leuten?

Schleife um Schleife gräbt sich die Mosel ins Land, beim Fahren nimmt man es nicht so wahr, aber auf dem Garmin kann ich sehen, wie wir wenige Hundert Meter Luftlinie dort vorbeifahren, wo wir auf der anderen Seite eines Hügels längs kamen.

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Nach 180 km reicht es für den ersten Tag. Mehring ist nicht der schönste Ort, den wir gesehen haben, aber wir finden ein Zimmer und sitzen rentnergerecht um halb sechs bei Forelle und Bier. Kosten noch den Riesling vom Weinberg gegenüber, finden ihn ausgezeichnet, Licht aus, zehn Stunden Koma.

Um 7:45 klopfen wir an die Tür zum Frühstücksraum. Ich freue mich schon auf Pfälzer Leberwurst und sehe dann erst die Aufschrift. Rügenwalder Teewurst, ach so.

 

Wieder die Diskussion über die Seite, wir fahren zurück über die Brücke und sind prompt im Schatten, hab‘ ich doch gesagt. Die Oberfläche des Flusses ist spiegelglatt. Ich rechne herum und finde es erstaunlich, dass so ein winziges Gefälle schon reicht für fließendes Gewässer.

Trier ist der nächste Anlaufpunkt, die älteste Stadt des Landes, M. will einen Blick auf die Porta Nigra werfen. Und wo wir schon daran vorbeifahren, auch in den Dom. Um 11 Uhr sind wir kaum 30 Kilometer gefahren. Nicht gut!

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Bei Oberbillig nehmen wir die Fähre auf die luxemburgische Seite, M. hat sich die ganze Zeit darauf gefreut. Drüben ist der Weg öde, viel befahren und von Baustellen durchsetzt. Eine Umleitung führt ein Stück den Berg hoch, das geht jetzt irgendwie gar nicht, lieber drücken wir uns auf dem winzigen Seitenstreifen der einspurigen Straße entlang. Wahnsinn, wie man nach zehn Stunden am flachen Fluss sofort verweichlicht.

Am frühen Nachmittag läuft M. leer. Angeblich kann man an der Mosel überall essen und trinken, aber gerade kommen wir nur durch winzige Orte, vielleicht ist es auch zu früh im Jahr, Tourismus ist hier nur abends oder am Wochenende. M. setzt auf Zeltplätze, und hinter Palzem werden wir fündig. „Opa Schuler“ kocht hier für die Camper. Es gibt Pasta, Signore Schuler stellt erstmal einen Sender mit italienischen Schlagern ein und trällert beim Kochen laut mit. Die Nudeln sind gut. Ein Espresso noch, wieder aufsatteln, nächste Schleife.

Wir passieren Schengen – Europa! – und sind in Frankreich.

Was soll ich schreiben, werde ich M. später fragen. Was fandest du wichtig auf dieser Tour? – Was an der Mosel kulturell und historisch und industriell alles zusammenkommt, sagt er. Wie vielfältig das war. Der europäische Gedanke halt!

Und dass die Saar in die Mosel mündet, das habe er nicht gewusst. Aber das müsse ich nicht schreiben, es sei ja kein Erdkunde-Blog.

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Links, rechts und wieder links der Mosel fahren wir dahin, la Moselle ab jetzt, und die Veloroute, die uns komplett autofrei mitten durchs Herz einer jeden Ortschaft führt. Es ist schön, diese Fahrt entlang am Fluss. Nicht nur doof irgendwo hinfliegen und Kilometer abspulen.

Vor Thionville werde ich unruhig. Opa Schulers Nudeln sind entweder schon verpufft oder noch gar nicht angekommen. M. schlägt einen Kaffee vor, ich maule rum, das bringt überhaupt nichts, ich brauche einen Bäcker! Im Zentrum biegen wir ab, ich finde eine lebensrettende Schoko-Brioche. M. feixt noch Stunden später.

Immer wieder führt der Weg auf einem schmalen Stück Land zwischen Kanal und Fluss entlang, nur ein paar Büsche und Bäume zwischen uns und dem Wasser. Gelegentlich ein alter französischer Rennradfahrer, Kappe, Stahlrahmen, knotige Wade. Keine E-Bikes weit und breit.

Lothringer Stahl-Industrie aus vergangenen Zeiten säumt unseren Weg. M. entdeckt einen Hochofen und ist begeistert. Auf dem Fluss riesige Anlegestellen für Kohle-Transport.

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Umständlich führt der Weg durch die Banlieue von Metz, dem Tagesziel. Obwohl wir nur knapp 140 Kilometer gefahren sind, reicht es mir. Vielleicht liegt es am allgegenwärtigen Gegenwind. Oder daran, dass M. schneller ist als ich, hier auf dem platten Land.

Ein entzückendes Hotelzimmer mit Balken an der Decke und Blick auf die Kathedrale, in drei Minuten haben wir es in ein Basislager verwandelt. Das Gotteshaus ist seltsam gelb; Jaumont-Stein, lesen wir, „jaune mont“, Stein vom gelben Berg.

Am Morgen Croissants, frisches Obst und ein Baguette, für das ich sicher kleine Kinder quälen würde. Danach dieses leichtfüßige Gefühl, sein Hab und Gut wieder ans Rad zu schnallen, au revoir, wir sind in Frankreich! Diese Reise über Land fühlt sich gerade sehr, sehr gut an.

 

Schnell noch ein Blick in die „Laterne Gottes“, wie die gelbe Kathedrale auch heißt, weil sie von allen französischen Kathedralen die größte Fläche an Glasmalerei hat. Den Kanal entlang auf feinstem weißen Schotter, nur dass wir auf der Fußgänger-Seite sind. Die andere Seite ist ein Waldweg, aufgeweicht vom letzten Regen und mit dem Erbsen-Rennrad sehr ruppig zu fahren.

Schließlich finden wir zurück auf die Veloroute Charles le Téméraire, einsam, gut ausgeschildert, gut gepflegt, einmal so nah am Wasser, dass ich fast hineinfahre. Und immer noch eine Schleife, und flugs sammeln sich mehr Kilometer als geplant.

Entscheiden uns kurzerhand für die Meurthe entlang nach Nancy, statt der Mosel über eine vielbefahrene Straße nach Thion zu folgen, verlassen im Centre den Fluss in Richtung höchster Kirchturm. Vor einem kleinen italienischen Restaurant nickt uns ein Franzose zu. Es sei hier wirklich gut. Drinnen überlässt er uns auch noch seinen Platz am Fenster, damit wir die Räder im Blick haben. Die Tagliatelle sind köstlich. Vive la France, vive l‘Italie!

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Queren zufällig noch die wunderschöne Place Stanislas, folgen dem Kanal Richtung Südost, dann dem Richtung Südwest. Der hat alle paar hundert Meter eine Schleuse. Cyclistes pied a terre, heißt es hier an den kritischen Stellen, Fuß am Boden. Viel freundlicher als „Radfahrer absteigen“.

Kaum habe ich die Regenjacke ausgezogen, fängt es an zu schütten. Wir fahren ein paar Kilometer dahin, sind wieder auf unserem Track, der leitet uns auf die Bundesstraße, von Veloroute keine Spur. Als es ganz schlimm wird, stellen wir uns in ein Bushäuschen. Aber wir sind schon nass, und nass sein und fahren ist besser als nass sein und stehen. LKWs donnern im Sprühregen an uns vorbei, wenigstens halten sie Abstand, aber wie gut sehen die uns eigentlich?

Bin froh, als wir abbiegen, Komoot hat uns eine seiner beliebten Abkürzungen eingebaut, es geht ein paar Meter hoch, endlich warm werden. Sofort Ruhe, allmählich hört auch der Regen auf. Wir trödeln den Anstieg hinauf, jeder für sich. Die wellige Landschaft ist so schön. Nur wo denn der Fluss jetzt sei, beschwert sich M.

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Hinein nach Charmes und etwas Essbares auftreiben, unsere Unterkunft liegt in Rugney, einem abgelegenen Ort ohne Restauration. Ein altes Herrenhaus, zwei Truthähne und ein Vogel Strauß erwarten uns im Garten. Und weil die Holländer das Badezimmer nicht teilen wollen, bekommen wir kurzerhand die Suite und verspeisen Wurstsalat, Käse und Baguette vom Leclerc in unserem eigenen Salon.

Am vierten Tag soll die Temperatur endgültig fallen, Regen und Schnee den ganzen Tag. Vor Kälte und Nässe in Kombination mit Höhenmetern habe ich großen Respekt, aber eine Alternative gibt es nicht, wir müssen die Vogesen überqueren.

Am Morgen heißt es dann, Regen doch erst ab 11, schnell stopfen wir Croissants und selbstgemachten Kuchen in uns hinein. Bloß los!

Unser freundlicher Wirt sieht zu, wie wir mit den Taschen herum nesteln. Als das Rad eines anderen Gasts auf dem abschüssigen Rasen umkippt, holt er einen feuchten Lappen und wischt den Lenker sorgfältig ab. In meinen speckigen Klamotten komme ich mir in diesem Moment vor wie der schmuddeligste Mensch auf Erden.

 

Knapp 60 Kilometer bis Remiremont. Die alten Industrieanlagen am Canal des Vosges kann M. heute mal schön vom Sattel aus fotografieren! Die Veloroute erlaubt flüssiges Fahren, obwohl der Wind natürlich mit uns gedreht hat.

Hinter Epinal ist Landstraße. M. erfleht einen Happen zu Essen. Wir schaffen einen Boulangerie-Halt in unter fünf Minuten, ausgezeichnet. Unser allmählich schmal gewordener Fluss versteckt sich immer wieder hinter der Böschung.

Kurz denke ich, vielleicht doch gleich weiter, aber schon fallen die ersten Tropfen. Im Restaurant heißer Tee, Omelette und die großen Überlegungen. Alles anziehen oder noch etwas in der Hinterhand behalten? Es sind nur 35 Kilometer bis zur Quelle, aber auf der anderen Seite müssen wir noch ein bißchen den Berg runter.

Als ich noch mal rausgehe, um meine Winter-Radhose zu holen (im Mai!), ist die Temperatur um mindestens fünf Grad gefallen. Mann, ist das kalt! Ich wärme mein Unterhemd im Dyson und ziehe alles über die Füße, was ich habe: dünne Socken, Brot-Tütchen, dicke Socken, Radschuhe, die Winter-Überschuhe, in letzter Minute eingepackt.

Durchs Fenster versuchen wir zu erkennen, ob es irgendwie weniger regnet, brechen auf, als es ganz gut aussieht. Aber noch bevor wir den Ort verlassen, pladdert es wieder heftig. Noch mal unterstellen? Ach was, das wird den Rest des Tages so sein.

Ab hier führt der Voie verte, der grüne Weg, ein Radweg auf einer ehemaligen Bahntrasse, direkt zur Quelle. Wir haben ihn für uns, und auch die Straßen, die alle paar Hundert Meter queren – von weithin sichtbaren Halbschranken angezeigt – sind meist menschenleer. Das Bächlein Moselle plätschert ab und zu am Wegesrand vorbei.

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Es ist gut, dass wir treten müssen, wenigstens ist mir halbwegs warm. Unvorstellbar, dass wir vorgestern noch in kurz-kurz unterwegs waren. M. verkündet irgendwann nasse Füße, bleibt nochmal stehen für ein Foto.

Nur noch wenige Kilometer. Ich rolle langsam weiter. Es regnet die ganze Zeit. Aber hier, so kurz vor der Frier-Angst, empfinde ich plötzlich dieses alte, wilde Glück. Was für eine großartige Tour. Wie schön, so unterwegs zu sein, von Ort zu Ort, über Land, all die Eindrücke, so viel Natur, und zusammen. Was für eine Freiheit. Europa!

Auf den letzten Metern mischt sich der Regen mit Schnee, sind auch meine Schuhe durch. Wir fahren durch Bussang, die Quelle wird ja wohl ausgeschildert sein? Ich befürchte schon, der Garmin habe den winzigen Abzweig rausgerechnet, aber es sind doch noch ein paar Meter, es ist erst hinter dem Ort.

Und endlich das Schild – die Quelle! Es war keine schwere Tour, aber es fühlt sich trotzdem ganz erhebend an, hier anzukommen. Schnell Faxen machen für ein paar Fotos, Schlottern ist jetzt sowieso unvermeidlich.

 

Die wenigen Höhenmeter zum Col de Bussang reichen nicht mehr zum Warmwerden. Im Schrittempo fahren wir auf der Bundesstraße abwärts, klatschnass bis auf die Haut, die Hände zu kalt zum Bremsen, die Felgenbremsen bringen gefühlt eh nichts. Es geht nur 400 Höhenmeter hinunter, eigentlich ein Witz.

Laut singen und die Hände beschwören, dass die noch funktionieren. Irgendwann ist da noch ein hubbeliger Radweg, die letzten fünf Kilometer vor Thann wieder auf der Bundesstrasse, der Verkehr ist einfach nur schlimm.

Selten war ich so froh, eine Etappe zu beenden. Das Hotel Moschenross mit seinem schalen Fernfahrer-Ambiente, unsere Räder stellen wir in eine schimmelig riechende Garage, brauchen Minuten, um die Taschen abzumachen. Noch beim Öffnen später im Zimmer strömt mir die eiskalte Luft entgegen.

Alles egal. Die Mosel hoch, es ist erledigt. Oder vielleicht sollte es eher heißen: Erlebt!

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Danke an M. für die Idee, die Umsetzung und die vielen schönen Fotos!

Strecken auf Komoot:

Tag 1: Koblenz bis Mehring, 180 km

Tag 2: Mehring bis Metz, 140 km

Tag 3: Metz bis Rugney, 135 km

Tag 4: Rugney bis Thann, 125 km

Tag 5: Thann bis Freiburg, 100 km

Die Beschreibung der Wege auf https://de.wikivoyage.org/wiki/Mosel-Radweg fand ich hilfreich – zumindest als ich endlich darauf kam, mal nachzulesen.